Der schwarze Jäger
(allgemein)
"der schwarze Jäger" ist eine etwa 20 cm hohe Statuette aus schwarzem Obsidian. Sie stellt einen knieenden Jäger dar, der mit gespanntem Bogen und
eingelegtem Pfeil auf eine imaginäre Beute zielt. Der Sockel der Statuette ist ca 2 cm hoch, besteht ebenfalls aus Obsidian und deutet Grasland an. Die Augen des Jägers
bestehen aus zwei Bergkristallen. Nimmt man die Statuette in die Hand, stellt man erstaunt fest, dass sie ungewöhnlich leicht ist.
(spezielles)
Bei genauerer Betrachtung kann man erkennen, dass die Spitze des Pfeils die Form eines Wieselkopfes besitzt.
Das Gesicht des Jägers ist durch einen flechtenarigen Hautausschlag verunstaltet.
Im Sockel der Statuette finden sich (scheinbar aus Schneekristallen geschrieben) in altem Bosparano die Worte: "Jage für mich".
(Meisterinfo)
Spricht man die Befehlsworte "jage für mich" laut in Richtung der Statuette aus, so schiesst der Jäger den Pfeil ab, der sich in ein Wiesel verwandelt und davonhuscht.
Befindet sich Wild in der Nähe, so findet das Wiesel es unfehlbar und erlegt es. Kleinere Tiere (bis etwa Hasengrösse) apportiert es zum Anwender zurück, bei grösseren
Tieren führt es den Jäger zur erlegten Beute. Danach wird es wieder zum Pfeil und zum Bestandteil der Statuette.
Die Statuette ist das Werk des Nagrach-Paktierers Thamos Kronenweber, der als Kurier Borbarads ständig auf Reisen war. Mit Hilfe dieses Artefaktes
konnte sich der in der Jagd unerfahrene Bote jederzeit mit Nahrung versorgen. Als er eines Tages in Richtung des Neunaugen-Sees unterwegs war und er das Wiesel
auf Jagd schickte, drang dieses in die Salamandersteine vor, wo es von einer Elfensippe bemerkt und verfolgt wurde. Die Elfen stellten Thamos Kronenweber zum
Kampf, in dessen Verlauf er getötet wurde. Nach mehreren vergeblichen Versuchen der Elfen, das Artefakt zu zerstören, übergaben sie es an einen reisenden Firunsgeweihten,
dessen Reisegruppe jedoch später überfallen wurde, wobei das Artefakt verschwand.
In den Pfeil ist ein Thalon, ein Dämon aus Nagrachs Domäne gebunden. Um das Artefakt zu schaffen und den Dämon zu binden betrat Thamos den vierten Kreis der
Verdammnis ( darauf deuten auch die Kristallaugen und die Haut-Flechte der Statuette hin ).
Jeder, der die Befehlsworte entziffern kann und sie laut ausspricht kann das Artefakt aktivieren und wird von dem Wiesel mit Nahrung versorgt.
Durch den Kontakt mit dem Thalon nimmt die Beute jedoch geringfügig dämonische Energien an, was den Konsumenten langsam und unmerklich vergiftet.
Nach einiger Zeit und regelmässigem Konsum stellen sich Rastlosigkeit und innere Unruhe ein, die sich bis zu Verfolgungswahn steigern kann.
Weitere Effekte können Schneeblindheit und hohe Kälteempfindlichkeit sein. Tiere meiden den Betroffenen und werden in seiner Nähe unruhig.
Wird das Artefakt vergraben, dann finden sich an der betreffenden Stelle in unregelmässigen Abständen grausam zerrissene Tierkadaver, während lebende Tiere den Bereich meiden.